Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ahnt kaum jemand die Katastrophe, die über Europa und die Welt hereinbrechen wird. Man wähnt sich in einem «goldenen Zeitalter der Sicherheit», wie der Schriftsteller Stefan Zweig es nannte. Dieser Epoche entspringen die Avantgarde in der Kunst, das Aufbrechen der Geschlechterrollen, bahnbrechende Erfindungen, zunehmender Wohlstand, die Erkundung des Unbewussten und die trügerische Gewissheit anhaltenden Friedens. Alles scheint möglich. Das Neue löst Euphorie aus. Unter der Oberfläche aber herrschen auch Verunsicherung und Angst.

Die Ausstellung zeigt dieses Wechselbad von Hochgefühl und Überforderung, das sich auf unsere heutige Zeit übertragen lässt. Sie vereint kulturhistorische Exponate aus der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums und Werke aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen. Zu sehen sind etwa Bilder von Wassily Kandinsky, Pablo Picasso, Egon Schiele oder Ferdinand Hodler aus dem Centre Pompidou in Paris, der Fondation Beyeler in Riehen oder dem Aargauer Kunsthaus in Aarau.

- Flyer (PDF 2.7MB)

Key-Visual der Ausstellung. Grafik: Studio Marie Lusa/Zürich, basierend auf der Postkarte «The Steel Globe Tower, Coney Island, N. Y.», ca. 1908 (aus der Sammlung Andreas Adam)